Mein Name ist Ekua Afrakoma Armoo. Ich bin eine ehemalige DAAD-Stipendiatin und habe von Oktober 2015 bis Oktober 2017 den MSc Tropical Hydrogeology and Environmental Engineering (TropHEE – einer der Entwicklungsbezogene Postgraduiertenstudiengänge) an der Technischen Universität (TU) Darmstadt studiert.

Derzeit bin ich Projektkoordinatorin am Institut für Industrieforschung des Council for Scientific and Industrial Research (CSIR-IIR). Das Studium in Deutschland bot mir eine hervorragende Möglichkeit, meine Karriere zu entwickeln, indem ich vor allem meine technischen und sozialen Fähigkeiten verbessern konnte. Es war eine großartige Erfahrung, in einem multikulturellen Team mit modernsten Einrichtungen zu studieren und zahlreiche Reisen durch Deutschland, Europa, Großbritannien und die USA zu unternehmen.

Akua in einem Garten in Hannover (erkundet Deutschland und seine Landschaft während ihres Studiums)

Wie haben Sie Ihr Interesse an einem Studium der Natur- und Ingenieurwissenschaften geweckt?

Die Wissenschaft ist ein spannendes Feld, vor allem weil sie so real und greifbar ist. Ich habe schon als Kind gemerkt, dass ich in den Agrarwissenschaften überragend war, weil ich das, was ich studierte, verstehen und anwenden konnte, um greifbare Ergebnisse zu erzielen. In Deutschland bin ich an den Wochenenden viel mit meinen deutschen Freunden gewandert, weil ich die Natur liebte. Ein höheres Studium der Natur- und Ingenieurwissenschaften bedeutet vor allem für junge afrikanische Frauen, dass sie Lösungen für lokale Probleme erforschen, schaffen und innovieren können, aber in einem globalen Kontext. Als Teil meiner MSc-Forschungsarbeit habe ich eine Abwasseraufbereitungsanlage entworfen und entwickelt, die es Haushalten ermöglicht, ihr Grauwasser zu behandeln und das Wasser für die Bewässerung oder die Toilettenspülung wiederzuverwenden. Dies verbessert die sanitären Verhältnisse in den Gemeinden, indem es die schlechte Entsorgung von Abwasser reduziert. Ich hoffe, dass ich dieses System weiterentwickeln kann, damit es in städtischen Gebieten eingesetzt werden kann.

Akua arbeitet an einem Projekt an der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe – BGR, Deutschland

Haben Sie einen Ratschlag für die jungen afrikanischen Frauen im Bereich MINT (Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik)?

Ich glaube, dass die nächste Generation ghanaischer (afrikanischer) Wissenschaftler*innen größere Möglichkeiten hat, Lösungen zu entwickeln, weil die Welt jetzt stärker vernetzt ist und einen besseren Zugang zu Informationen hat. Wenn jede*r Wissenschaftler*in zielstrebig versucht, mindestens eine Lösung für unsere lokalen Herausforderungen zu entwickeln, sieht die nächste Generation für unser Land vielversprechend aus.

Ich glaube, dass wir das können!